Sicherheit im Praxisalltag: Pflicht und Verantwortung

Gesundheitsdaten gehören zu den besonders schützenswerten Personendaten nach Schweizer Recht. Schweizer Arztpraxen stehen zunehmend im Fokus professioneller Cyberkrimineller: Verschlüsselungstrojaner (Ransomware), gezielte Phishing-Angriffe auf MPAs und manipulierte E-Mail-Anhänge können den Praxisbetrieb tagelang lahmlegen.

Der FMH IT-Grundschutz bildet den massgeblichen Standard für IT-Sicherheit in Schweizer Arztpraxen. Jerumed Nexus prüft Ihre gesamte Infrastruktur objektiv, schliesst Sicherheitslücken und stellt sicher, dass Ihre Praxis alle gesetzlichen Vorgaben des nDSG und die Empfehlungen der FMH lückenlos erfüllt.

Die drei FMH-Schutzstufen im Überblick

Stufe D1: Basisschutz
Automatisches Patch-Management, zentraler Virenschutz, sichere Passwörter & getrenntes Backup.
Stufe D2: Erweiterter Schutz
Netzwerk-VLAN-Segmentierung, Hardware-Firewalls, Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) & Festplatten-Verschlüsselung.
Stufe D3: Höchster Schutz
Für Kliniken & ambulante OP-Zentren: Zentrales SIEM-Logging, Notfall-Runbooks, Incident Response & Penetrationstests.

Der 4-Schritte Prüfablauf von Jerumed Nexus

SCHRITT 01

Bestandsaufnahme vor Ort

Detaillierte Erfassung aller PCs, Server, Netzwerkknoten, WLAN-Access-Points und Medizintechnik-Geräte vor Ort in der Praxis.

SCHRITT 02

Schwachstellen-Analyse

Systematische Überprüfung von Zugriffsrechten, Firewall-Regeln, offenen Ports und der Zuverlässigkeit von Backup-Systemen.

SCHRITT 03

Härtung & Optimierung

Sofortige Behebung von Sicherheitsrisiken: Einrichtung von VLANs, 2-Faktor-Authentifizierung und EDR-Schutzlösungen.

SCHRITT 04

Bericht & Zertifikat

Aushändigung des vollständigen Prüfberichts und des offiziellen Compliance-Zertifikats für Ihre Praxisakten und EQUAM.

FAQ SICHERHEIT & FMH

Häufige Fragen zu FMH-Grundschutz & nDSG

Was ist der FMH IT-Grundschutz und wer muss ihn in der Schweiz einhalten?

Der FMH IT-Grundschutz ist der verbindliche IT-Sicherheitsstandard der Verbindung der Schweizer Ärztinnen und Ärzte (FMH). Er definiert konkrete technische und organisatorische Massnahmen in den Schutzstufen D1 (Basis), D2 (erweitert) und D3 (hoch), um Patientendaten vor Cyberangriffen, Ransomware und unbefugtem Zugriff zu schützen.

Was hat sich mit dem revidierten Schweizer Datenschutzgesetz (nDSG) für Praxisärzte geändert?

Seit dem 1. September 2023 haften Praxisinhaber bei vorsätzlichen Datenschutzverletzungen persönlich mit Bussen bis zu CHF 250'000. Das nDSG verlangt 'Privacy by Design', lückenlose Dokumentation der technischen Massnahmen (TOM), Auftragsverarbeitungsverträge mit IT-Dienstleistern und eine unverzügliche Meldepflicht bei Sicherheitsvorfällen an den EDÖB.

Welche Nachweise erhält unsere Praxis nach dem Audit durch Jerumed Nexus?

Sie erhalten einen detaillierten Prüfbericht mit allen überprüften Kriterien, einen Massnahmenkatalog zur Behebung von Schwachstellen sowie das offizielle Jerumed Nexus Sicherheitszertifikat. Dieses dient als Nachweis für EQUAM-Zertifizierungen, kantonale Gesundheitsdirektionen und Berufshaftpflichtversicherungen.

Wie oft sollte ein IT-Grundschutz-Audit in der Praxis durchgeführt werden?

Die FMH empfiehlt eine jährliche Überprüfung des Sicherheitsstatus. Zusätzlich sollten Backups vierteljährlich einem Wiederherstellungstest unterzogen und Systeme kontinuierlich überwacht werden.

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